Web 2.0 – Eine neue Ära des Internets hat begonnen

By August 3, 2006Weitere News

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Die David Figur von Michelangelo mit einem @ Zeichen auf der Brust anstelle eines Herzen schmückt die Ausgabe 29/2006 des Magazins DER SPIEGEL. Die Generation @ hat das Internet erobert und die Art und Weise wie wir kommunizieren, uns informieren und vernetzen verändert. Schlagwörter wie Web 2.0, Communities, Podcast sowie Weblog werden in dem Artikel mit dem Titel „Du bist das Netz“ genannt und dem Leser mit interessanten Beispielen nahegebracht. Kernaussage des Artikels ist die, dass im Internet seit dem Jahr 2000 ein Wandel in der Informationsdarbietung stattgefunden hat. Es sind nicht mehr die Experten, Redakteure oder Autoren, die Inhalte und Know-How liefern, sondern der Nutzer selbst ist neuerdings auch der Akteur, der Informationen ins Netz stellt. Aus Konsument wird Produzent – User Generated Content entsteht und überschwemmt in einem rasanten Tempo das Internet. Plattformen wie Wikipedia, Myspace.com oder YouTube.com ermöglichen dem Nutzer, sein Wissen und seinen selbstproduzierten Inhalt, wie z.B. Videos oder Fotos, schnell und unkompliziert zu veröffentlichen. Im Spiegel Artikel wird berichtet, dass der Traum der marxistischen Medientheorie erfüllt zu sein scheint. Der gläserne Mensch ist nicht mehr abschreckend sondern wird plötzlich zum Ideal. Millionen von User nutzen täglich die neuen Angebote auf dem Markt und Tag für Tag schließen sich mehr der @-Community an. Endlich scheint es für das Business im Bereich der Neuen Medien wieder aufwärts zu gehen, jedoch warnen die Experten vor gravierenden Folgen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wie sieht die Zukunft für die klassischen Medien wie das gute alte Buch aus? Wie kann man verhindern, dass auf dem „bunten Mitmach-Marktplatz“ auch radikale Gemeinschaften sich finden, diskutieren und die „virale Kraft dieser Medienform“ nutzen. Des Weiteren stellt sich für die Industrie die Frage, wie aus „dem Massenphänomen auch ein Massengeschäft“ werden kann, da viele Portale, wie z.B. auch Wikipedia, nur als Anti-Portale über Mund-zu-Mund-Propaganda funktionieren und eine Verkommerzialisierung strickt durch die Community abgelehnt wird. Trotz der Risiken und offenen Fragen steht eins fest, die neuen Formen der elektronischen Kommunikation werden alle Bereiche unseres Lebens – ob beruflich oder privat – immens verändern. Es wird immer leichter werden, entsprechende Instrumente zu nutzen und somit selbst seine Meinung zu äußern, Diskussionen zu entfachen und Prozesse neu zu gestalten. Veranstaltungstipp: Workshop: Communication-Tools for Leaders, 29.09.2006, www.reflact.com/galaxy

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