Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, dass sie ein neues Lernmanagementsystem (LMS) einführen, oder ein bestehendes System wechseln wollen. Hierbei gilt es einige grundlegende Punkte zu beachten. Immerhin wollen Sie sicher sein, dass Ihr LMS auch in Zukunft noch zu Ihnen passt, mit steigenden Anforderungen wächst und mit der sich rasant weiterentwickelnden Technologie Schritt hält.

Wir haben für Sie 10 Schlüsselfaktoren zusammengestellt, die Sie bei der Evaluierung eines LMS beachten sollten.

1) Zukunftsfähigkeit und globale Perspektive des Anbieters

Wenn Sie sich für ein LMS entscheiden wollen Sie natürlich sicher sein, dass das System auch in Zukunft noch weiterentwickelt wird und unterstützt wird. Eine große Marke und eine globale Aufstellung des Anbieters schaffen hier Sicherheit.

2) Frequenz von neuen Releases

Technologie entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit weiter. Noch vor wenigen Jahren hat man bei der Mitarbeiterentwicklung beispielsweise nicht an Begriffe wie Gamification, Skill-based Learning oder Augmented Reality gedacht. Damit Ihr neues LMS nicht bereits nach kurzer Zeit veraltet ist sollten Sie darauf achten, dass regelmäßig und in kurzen Abständen neue Releases und Updates veröffentlicht werden. Dabei sollten die Kosten für diese Weiterentwicklungen möglichst schon im Preis für das LMS inbegriffen sein. So sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

3) Kompatibilität mit anderen Systemen im digitalen Lernprozess

Wenn Sie erst einmal Ihre Lerninhalte skizziert haben werden Sie schnell feststellen, dass bei der Auswahl der einzelnen Lernbausteine und deren Kombination miteinander eine größtmögliche Flexibilität entscheidend ist. Um multimediale Lernmomente zu schaffen benötigen Sie beispielsweise ein vielseitiges Autorenwerkzeug und für die kooperative Arbeit einen virtuellen Klassenraum – möglichst nativ integriert in das LMS. Wir empfehlen daher ein LMS, das unkompliziert mit anderen Tools kombiniert werden kann oder sogar Teil einer solchen Werkzeugkette ist, wie beispielsweise die Adobe Learning Cloud.

4) Automatisierung

Damit sich Ihre L&D Verantwortlichen auf das Wesentliche konzentrieren können, sollte das LMS ihnen wiederkehrende Aufgaben abnehmen. Bei einem guten LMS können Routineaufgaben automatisiert werden, indem Sie beispielsweise Lernpläne automatisch zuweisen, Auswertungen terminieren und Benutzer synchronisieren können. Auch Zertifizierungen für regelmäßig zu wiederholende Kurse können automatisch erstellt werden.

5) Lernermotivation durch Skill-based Learning und Elemente der Gamifizierung

Um Ihre Lerner zu motivieren ist es wichtig, dass sie den Nutzen des Gelernten erkennen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. das Prinzip des kenntnisbasierten Lernens (Skill-based Learning). Weitere Motivationsbooster sind Gamification Elemente oder Badges, welche die Lerner für das Erreichen von Kompetenzen erlangen können.

6) Stärke in Szenarien mobiler Nutzung

Lerner wollen genau dann und dort auf Informationen und Inhalte zugreifen, wo sie es gerade benötigen. Am Arbeitsplatz, auf dem Weg zum nächsten Kundentermin, per PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Daher ist es wichtig, dass ein LMS diese verschiedenen Lernumgebungen unterstützt.

7) Unterstützung verschiedener Lernformate

Unterschiedliche Lernformate schaffen Abwechslung und steigern die Lernmotivation. Ob Videos, Kurse, Dokumente im PDF-, Word- oder Powerpoint-Format, Ihr LMS sollte in der Lage sein, all diese Formate für verschiedene Endgeräten verfügbar zu machen. Im Idealfall sollten die unterschiedlichen Inhalte in einem gleichbleibenden Rahmen präsentiert, so dass eine einheitliche Lernerfahrung geschaffen wird.

8) Benutzerfreundlichkeit aus Sicht der Lerner

Für die Akzeptanz bei den Lernern ist es entscheidend, dass das LMS intuitiv und einfach zu bedienen ist. Hier hilft beispielsweise eine Anlehnung an bekannte Konsumentenseiten und eine personalisierte Oberfläche, in der für den Lerner passende Inhalte vorgeschlagen werden.

9) Komfortable Administration

Um Ihre Administratoren nicht mit unnötigem Verwaltungsaufwand zu belasten sollten Administrationsprozesse schnell von der Hand gehen. Lernpfade sollten beispielsweise schnell und einfach angelegt, Lerninhalte unkompliziert auf die Plattform hochgeladen und Reports mit wenigen Klicks erstellt werden können.

10) Beratung, Service und Support

Um von Anfang an erfolgreich zu sein ist es wichtig, einen kompetenten Berater an der Seite zu haben, der Ihre Mitarbeiter befähigt und bei Fragen schnell und unkompliziert verfügbar ist. Dabei ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig, der beispielsweise auch die Beratung zu Didaktik und Lernstrategie umfasst.

 

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